Onlineshop Entwicklung (Teil 1): Ohne Idee, Recherche und Konzeption geht nicht viel

Seit einigen Wochen arbeiten wir an unserem ersten eigenen Onlineshop. Vor einigen Monaten reifte die Idee während eines Geschäftstermins in Hamburg. Schon im Vorfeld waren einige Wochen, wenn nicht sogar Monate verstrichen und zahlreiche Telefonate geführt worden, bis wir überhaupt eine Vorstellung hatten, wohin die Reise gehen soll. Immerhin musste die Realisieung „nebenher“ laufen, doch ohne das Gefühl, sich unter Druck setzen zu müssen, hatten wir von Anfang an ein gutes Gefühl.

Noch ist unklar, wann der Onlineshop online gehen soll – natürlich aber im Laufe des nächsten Jahres. Da ich glaube, dass unsere Erfahrungen auch für andere Gründer eines e-commers Business interessant sind, möchte ich in unregelmäßigen Abständen in diesem Weblog über den weiteren Verlauf berichten. Mit diesem Artikel ist also der Anfang gemacht.

Die Entwicklung eines eigenen Onlineshops: Unsere Checkliste

Ganz ehrlich, wir wissen nicht genau, wie lange die Realisierung noch dauert; und das, obwohl wir bereits einige Schritte gegangen sind, zu denen etwa die folgenden gehören:

  1. Die Ausrichtung des Shops besprechen (u.a. Fragen klären, wie: Was wollen wir verkaufen? Wie groß soll das Sortiment sein (am Anfang und nach einigen Wochen oder Monaten)? Welche Zielgruppe möchten wir ansprechen? etc.)
  2. Recherchieren (Fachpresse lesen, auf dem Laufenden bleiben)
  3. Namensfindung, Logoentwicklung, Markenrecherche, Domains sichern (.com und .de war uns wichtig)
  4. Hosting
  5. Auswahl des Shop Systems (Oxid eshop: www.oxid-esales.com)
  6. Shop Design
  7. Keywords-Recherche
  8. Akquise geeigneter Hersteller
  9. Wie soll die Ware später zum Kunden kommen?
  10. Ständige Gespräche mit allen Beteiligten und Unbeteiligten
  11. Vermarktung
  12. … und natürlich die Realisierung (Webdesign, Programmierung, Suchmaschinenoptimierung etc.)

Allein den letzten Punkt hätte ich in mehrere Punkte zergliedern können. Aber ich denke, die Liste ist auch so schon einigermaßen eindrucksvoll. Gut die Hälfte der oben aufgeführten Punkte haben wir bereits abgehakt, auch wenn das eine oder andere Thema immer wieder neu diskutiert wird.

Einer der Gründe, dieses Shop Projekt anzugehen, bestand übrigens in dem Wunsch nach einem eigenen Referenzprojekt. Zwar realisieren wir bereits Online Shops für einige Kunden, dennoch fehlte uns bislang ein Projekt, das den gesamten „Werdegang“ eines Onlineshops durchläuft, angefangen von der Idee, über die Realisierung, bis hin zu seiner Vermarktung. Wir können unsere Kunden einfach besser beraten, wenn wir sämtliche Stationen mit all ihren Fallstricken selbst durchlaufen haben.

In den nächsten Wochen werden wir eine Vielzahl von Gesprächen mit potentiellen Herstellern für unseren Shop führen. Auch das Stöbern in Online- und gedruckten Magazinen liefert uns immer wieder die nötige Inspiration. Ich bin froh, dass wir einen tollen Partner haben, der uns dabei tatkräftig unterstützt.

Als besonders wertvoll erweisen sich zudem Unbeteiligte, meist Freunde, Kollegen aus anderen Fachgebieten, oder Familienangehörige. Ich kann jedem, der ein Shop Projekt plant, nur empfehlen, gänzlich Unbeteiligte mit in die Entwicklung einzubeziehen (dies ist übrigens eine gute Alternative zu oftmals teuren Usability-Tests). Denn: Je länger man in seinem eigenen Onlineshop Projekt „drinsteckt“, desto schwerer fällt es, z.B. die intuitive Bedienbarkeit des Shops einschätzen zu können.